Ӓlter werdenӒLetztens hatten wir ein besonders erbauliches Thema beim Abendessen: älter werden, alt werden, den Löffel abgeben usw. Soll man sich da überhaupt Gedanken machen oder lieber einfach so tun als ginge es ewig irgendwie weiter? Natürlich ist jeder von uns anders gepolt. Unsereins ist jedenfalls der Meinung, man sollte sich ruhig ab und zu mal ein paar Gedanken machen. Wie wir ja von Ruben in Boca gelernt haben, ist es philosophisch gesehen ratsam, bewusst zu leben. Um mir die Sache besser zu veranschaulichen, hab ich mir menschliche Lebensspanne als die 18 Stunden Wachzeit eines Tages vorgestellt: Um sechs Uhr Morgens wacht man aus der Dunkelheit auf. In jeder Stunde danach vergehen 5 Jahre Lebenszeit, also um 8 Uhr morgens ist man 10 Jahre alt und um 12 ist man 30. Wenn man es bis Mitternacht schafft, wird man 90. Mit meinen 52 Jahren ist es bei mir jetzt zehn nach fünf. (Super, das heiβt, es gibt bald Cocktails J) Das gibt einem schon zu denken. Wenn man diese Rechnung mit einem typischen Arbeitstag vergleicht, haut es ganz gut hin. Am Morgen bereitet man sich vor, drückt die Schulbank und wartet auf das richtige Leben. Ab Mittag muss man klotzen, vielleicht Kinder grossziehen und an später denken. Und ab dem späteren Nachmittag sollte man auch mal lernen, den Feierabend zu genieβen, hoffentlich nimmt man sich ein bisschen Zeit für Dinge, die man immer schon mal tun wollte, noch ist man fit genug, was Neues auszuprobieren oder in die groβe weite Welt zu fahren. Am späteren Abend wird man dann doch langsam zu müde für Abenteuer, da setzt man sich lieber ans warme Öfchen, redet von alten Zeiten oder hat seine Freude an den Jüngeren, denen man auf die Sprünge geholfen hat. Irgendwann fallen einem dann halt die Augen zu, und man legt sich hin und verschwindet wieder in demselben Dunst, aus dem man hergekommen ist. Find ich gar nicht so schrecklich. Man kann natürlich auf verschiedene Weise versuchen, gegenzusteuern. Zum Beispiel kann man immer brav in die Kirche gehen und beten, um dann 500 Milliarden Jahre lang auf einer Wolke sitzen und Halleluja singen zu dürfen. Nicht so mein Ding. Oder man kann lebensverlängernde Maβnahmen einführen wie z. B. der Wissenschaftler Roy Walford, der rausgefunden hat, dass Mäuse bei kalorienreduzierter Diät noch in hohem Alter ein seidiges Fell besitzen. Klappt auch bei Menschen, aber, Scheisse, konstante Askese ist nichts für mich. Oder man kann Rotwein trinken, fast jeden Tag Sport machen (ganz wichtig!!! besonders für euch Groβkopfwerktätigen und sonstige Aufdemarschsitzer) und viel Grünzeug essen. Das geht schon eher. Wenn man dann ganz groβes Glück hat, wird man uralt und überlebt alle seine Altersgenossen und findet sich am Ende allein in einer befremdlichen Welt wieder. Wenn man Pech hat, bleibt einem das klapprige hohe Alter erspart. So sieht's aus. Und das Fazit? Ich seh das so: Und nicht vergessen: Das Leben ist das, was sich abspielt, während man anderes plant. Und noch ein paar gesammelte Tips: Kleb einen Wunschzettel an den Kühlschrank mit den Dingen, die du unbedingt mal tun willst. Und dann auch tun. Lass dir nicht den Mojo klauen.
Weitere Vorschläge nehme ich dankbar entgegen. Also dann Prost!
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Getting OlderThe other day we discussed a particularly uplifting topic around the dinner table: getting older, getting old, croaking etc. Does it make sense to even think about it or would it be better to just pretend things are going to somehow go on forever? Of course, everybody is wired differently. I for one believe it's good to ponder such things once in a while. As we learned from our friend Ruben in Boca, it makes good philosophical sense to live life consciously. In order to better illustrate the issue, I imagined human lifespan as the 18 hours of a day we are awake: At six am we wake up from the darkness. Each hour after that represents five years of life, so at eight am we are ten years old and at noon we are thirty. If you manage to stay awake until midnight, you'll be 90 years old. My 52 years put me right at 4:10 pm (great, that means it's approaching quitting time and cocktail hour J). That gives you something to think about. If you apply this calculation to a typical work-day, it works out pretty well. In the morning you get prepared, sit in school and wait for real life to begin. At noon you have to work hard, perhaps raise kids and save for later. And in the later afternoon you should learn to think of yourself a bit more. Hopefully you take a little time to do things you always wanted to do, you're still fit enough to travel or learn something new. Later in the evening, you're getting a little too tired for adventure, you'd rather sit by the stove and talk about old times or you enjoy watching the younger ones whom you've helped to get a start in life. And at some point you just can't keep your eyes open any more and you lie down and disappear in the same mist out of which you had come. I don't think that's so terrible. Of course you can put up a fight. You can, for instance, be good and go to church so that you'll be allowed to sit on a cloud and sing Halleluiah for 500 billion years. Not really my cup of tea. Or you can introduce life-extending measures like scientist Roy Walford, who found out that mice on a calorie-reduced diet live longer and keep a silky fur into old age. The same works for people, but damn-it, I can't do perpetual self-denial. Or you can drink red wine, exercise almost every day (super important!!! especially for all of you big-head-workers or other ass-sitters) and eat tons of green things. That I can do. And if you're real lucky, you grow ancient, outlive all your peers and find yourself alone in a strange world. If you're unlucky, you're spared becoming an old geezer. So that's what it is. And the moral of the story? This is how I see it: And don't forget: Life is what happens while you're making other plans.
And some more collected thoughts: Put a wish list on the fridge with all the things you always wanted to do. And then do them. Don't let them steal your Mojo. I'll gladly accept more suggestions. Cheers! |






